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Robert Osterland
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7. Wertungsrennen des Racersleague Langstreckencups in Paul Ricard
2 Wochen nach dem Lauf auf der virtuellen Rennstrecke von Road One ging es für das Fahrerlager weiter nach Frankreich, zur HTTT-Version (High Tech Test Track) der Strecke Paul Ricard, die 2001 nach 11 Monaten Umbauarbeiten zu einem avantgardistischen und hochtechnologischen Komplex geworden ist. Bekannt wurde die Strecke durch die lange Mistral-Gerade, die rund 1,6 km lang ist und zu Highspeed-Duellen einlädt.

Neue Kurven sind in die existierende Strecke integriert und andere weggenommen worden, so dass über 100 verschieden Streckenmöglichkeiten zustande gekommen sind. Im Racersleague Langstreckencup wurde die PROTO-Version gefahren.



Als Besonderheit sei vermerkt, dass an diesem Rennabend 4 Stunden gefahren wurden, anstatt den üblichen 3, was den Fahrern körperlich und geistig so einiges abverlangen sollte. Den Admins reichte dieser zusätzliche Kitzel aber noch nicht, denn zusätzlich wurde auch noch in die Nacht hinein gefahren - der offizielle Rennstart wurde auf 18 Uhr angesetzt.

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Die vorherige Trainingssession wurde genutzt, um letze Setupeinstellungen vorzunehmen – Wetterbedingungen = warm + Sonnenschein.

Die darauf folgenden NGT- sowie GT-Qualisessions wurden ebenfalls bei warmen und sonnigen Bedingungen absolviert. Bei den NGTs holte Jörg Burkhardt (Fanatec DTMR) sich die Pole, vor Ralf Stingl (ASD-Elite) und Sven Tobey (DDS Motorsports).

In der GT-Klasse setzte sich Armin Binder (ASD-Elite) auf die so begehrte Eins, gefolgt von Thorsten Roddewig und Thomas Tegen (beide vom Fanatec DTMR-Team). Stephan Lastig wurde ohne Zusatzkilos bester ART'ler mit Startplatz 4. Tobias Kuppe (mit 80 Kilos) wurde 9., Thomas Oostinga (mit 20 Kilos) 13. und Jürgen van Kolck (ohne Kilos aber dafür mit dickem Bauch) wurde 16.

Dann ging es in das 15 minütige Warm-Up. Die Temperaturen waren immer noch human und die Wettervorhersagen waren weiterhin sonnig. Einem schönen Rennen mit romantischem Sonnenuntergang stand also nichts mehr im Wege. Doch es war wie verhext! Entweder spinnt der Wetterpatch, oder in den Teamgaragen der ASD-Elite Fahrer wurde ein wilder und hemmungsloser Regentanz aufgeführt. Denn pünktlich zum Rennen wurde es kälter und die Bedingungen sagten Regen voraus.

Der eigentliche Rennstart nach vorheriger Einführungsrunde lief recht harmonisch ab und an der Spitze gab es keine Veränderungen.



Jürgen van Kolck machte allerdings ein paar Plätze gut und gleich in der ersten Runde gab es das erste Windschatten- Highspeed-Duell zwischen Jürgen, Thomas Oostinga und Georg Heger (100 Kilos), dem bis dato Tabellen-Führenden. Thomas behielt die Nase vorne, aber Jürgen nutze die Gunst der Stunde, um an Georg Heger vorbei zu ziehen.



Doch für Jürgen waren dies die einzigen Highlights eines sonst verkorksten Rennens. Er war vorher schon nicht zum Trainieren gekommen und hat schnell gemerkt, dass die Strecke ihm heute nicht liegen würde. Dazu kam noch, dass er mit den weichen Slicks losgefahren ist, da er sein, auf die Schnelle zusammen gebautes, Qualisetup als Grundlage genommen hatte. In Runde 11 war es dann soweit und die Reifen waren ab und Jürgen neben der Strecke. Da an diesem Abend kein Blumentopf mehr für Jürgen zu holen war und er sich selber als Gefahr auf der Strecke sah, drückte er schließlich ESC, um keine weiteren Fahrer zu gefährden.



Bei Tobias Kuppe lief es allerdings etwas besser und nach einem Fehler von Claus Zatti fuhr sich Tobi schnell auf Platz 7 vor.



Stephan Lastig, der seinen 4. Platz beim Start behaupten konnte und auch rundenlang hielt, wurde dann leider Opfer eines NGT-Unfalls, der ihn von der Strecke katapultierte, so dass Stephan auf Platz 7 zurückfiel.



Dem einen Leid ist des anderen Freud. Thomas Oostinga hielt sich hingegen aus allem raus und fuhr seinen gewohnt zuverlässigen Stiefel runter. Nach knappen 20 Minuten fing es dann schließlich an zu regnen, wie vorhergesagt. Die Strecke wurde schnell feucht, konnte aber noch mit Slicks bewältigt werden. Zum ersten Boxenstopp hin gab es heiße Diskussionen im TS, da kein Fahrer so recht wusste, welche Reifen er denn nun aufziehen sollte. Von Slicks bis Regen hart war alles im Gespräch. Das ART-Team entschied sich dann für die Intermediates, was sicherlich ein guter Griff war, aber wie sich am Ende des Rennens rausstellen sollte, mit Sicherheit nicht die beste Wahl war.

Der 2. Stint lief dann relativ ruhig ab. Das einzig bemerkenswert war, dass der Führende Armin Binder vom ASD-Elite-Team sich pro Runde sekundenweise von seinen Verfolgern absetze. Armin, der sowieso als Regenspezialist gilt, fuhr ein beeindruckendes Rennen bei diesen schweren Bedingungen und wie sich zum Schluss noch rausstellte, hatte seine Reifenwahl eine Menge damit zu tun.

Eine geheime Aufnahme unseres teaminternen Paparazzi zeigt ganz deutlich, dass Armin zusammen mit Teamkollegen Ralf Stingl den Regentanz vor dem Rennen vollführt hat.



Nach diesen Aufnahmen wird es heiße Diskussionen im Fahrerlager geben. Einige Stimmen schreien schon jetzt "Das ist Cheaten!!!!" – "Mit diesen Tänzen setzen sie sich über den Wetterpatch hinweg!" - "SKANDAL". Admin der Liga und Vollblutschweizer "Roger Köstli" kündigte schon an, dass er gegen das ASD-Team ermitteln werde und evtl. ein komplettes Tanzverbot rund um die Rennen verhängen wird.

So, nun aber wieder zurück zum Rennen:
Als der 2. Boxenstopp anstand, waren die Bedingungen immer noch feucht, aber es regnete noch ziemlich stark. Wieder einmal sollte die Reifenwahl entscheidend sein. Stephan Lastig, der als erster ART'ler in die Box musste, wechselte auf Regen hart, was sich als großer Fehler rausstellen sollte. Es war zwar kühl und die Strecke feucht, aber nach 2 Runden glühten die Reifen. Thomas Oostinga machte es gleich richtig und wechselte auf Slicks, so wie der Führende und am Schluss souverän gewinnende Armin Binder es das ganze Rennen lang gemacht hatte.

Stephan musste schließlich einen extra Stopp (insg. waren es so 5 Stück) einlegen und wechselte dann ebenfalls auf die bei den feuchten Bedingungen beste und schnellste Wahl, den Slicks.
ART-Neuling, Simracing-Opa und Bastelexperte Tobias Kuppe machte mit seinen 80 Kilos das ganze Rennen kaum Fehler und hätte es zum Schluss nicht aufgehört zu regnen, wäre ihm als einziger GT-Fahrer eine 3-Stopp-Strategie gelungen. Den eher topspeed-armen Lambo hatte Tobi mit Flügel 1/1 abgestimmt, um überhaupt auf der langen Mistral-Geraden konkurrenzfähig zu sein. Bei den nassen Verhältnissen war es aber kein Zuckerschlecken, den Wagen in der Spur zu halten. Tobi kämpfte allerdings um jeden Meter und wurde am Schluss mit einem guten 4. Platz belohnt.



Tobias wurde mit dem 4. Platz bester Art-Fahrer, gefolgt von Stephan Lastig auf dem 5. Platz. Thomas Oostinga fuhr seinen Porsche nach einem heißen Duell mit Georg Heger, am Schluss des Rennens, noch auf den 9. Platz.

Tragischer Held des 4 Stunden Rennens war allerdings ASD-Pilot Christian Drewer, der 15 Minuten vor Rennende, auf Platz 2 liegend, dem größtenteils überforderten NGT-Piloten Joachim Schlesener, ins Heck fuhr, weil dieser in einer Vollgaspassage vom Gas ging und Christian mit seinen Boliden nicht mehr ausweichen konnte. Das Rennen war nach diesem Horrorcrash für Christian zuende.







Souveräner Sieger wurde Armin Binder, vor Thomas Tegen und Thorsten Roddewig. Die NGT-Klasse gewann Ralf Stingl, gefolgt von Michael Haidorf und Jörg Burkhardt.

Nach diesen 4 Stunden Torturen geht der Langstreckencup nun in eine 9 wöchige Sommerpause. Am 10. September geht es dann weiter in Essington.

Das Allstar-Racing-Team wünscht allen Fahrern einen schönen Urlaub.


Kommentare: 2
Seite [1]
lucygreen

01.01.1970

Ort: -
Beiträge: 12
# 1 - 02.12.2011 um 08:40 Uhr

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Patrick

01.01.1970

Ort: -
Beiträge: 14
# 2 - 23.12.2011 um 04:01 Uhr

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